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Neun Wochen unterwegs...

Endlich angekommen!

Das war selbst für Afrikanische Verhältnisse eine kleine Zangengeburt! Jetzt ist er aber endlich raus aus der Büchse!

Noch heute Morgen habe ich nicht wirklich daran geglaubt. Bevor stand ein Wochenende, geschmückt mit einem zusätzlichen Feiertag, dem "Jamhuri Day "(Am 12. Dezember 1964 war Kenia ein Jahr unabhängig von Grossbritanien und machte sich zur Repuplik).
Dann plötzlich, nach einigen vergeblichen Versuchen, DB Schenker in Nairobi zu erreichen, läutete unser Kenianisches Telefon. Mrs Mburu: "yes, the truck will arrive in twenty minutes".
Am 6. Oktober verabschiedeten wir uns am Basler Rheinhafen von unserem Ferienmobil. Nicht ohne einen wehmütigen, vielleicht gar misstrauischen Blick zurück. In Rotterdam auf einen 400m Megafrachter, die CMA CGM Zheng He verladen, machte er sich auf seine gemächliche Reise nach Afrika. Zusammen mit einem Artgenossen verpackt. Le Havre, Algeciras, Marsaxlokk, Port Suez, Khor al Fakkan - und dann? Dann? Hätte er angeblich umgeladen werden sollen, verpasste aber die Feeder Vessel nach Mombasa und blieb zwei Wochen stehen. Soweit, so gut. Auf so einer Reise kann ja mal was schief gehen!
Die Julie Delmas brachte die Blechkiste mit den zwei Landy's dann am 28. November nach Mombasa. Geplante Ankunft in Nairobi war der 24. November gewesen. Bei einer verbleibenden Restdistanz von 483 Strassenkilometern wird sich die Verspätung in Grenzen halten! Hätten wir annehmen können. Wären wir hier nicht in Afrika!
Was tatsächlich alles dazu beigetragen hat, dass die Durchschnittsgeschwindikeit für diese restliche Teilstrecke erbärmliche 1,6 km/h betrug, wissen wir nicht.
Mir kamen fast die Tränen, als ich ihn heute über die Hühnerleiter aus dem Containner fuhr. Nach 65 Tagen schaukelnder Finsternis! Alles ist dran, alles ist drin und nachdem die Batterie angeschlossen ist, springt er sofort an und schnurrt wie ein vollgefressener Kater.
Noch fehlen zwar die Papiere. Die sollen morgen, mmh..., kommen. Aber er steht jetzt mit ausgeklappten Dachzelten im Garten der Jungle Junction und wir erwarten gelassen die Überraschungen der nächsten Tage.