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on the road again

Poisonous

Auf einer kilometerlangen, schnurgeraden Schotterpiste im Süden Namibias haben wir heute eine prächtige Kobra gesichtet. Später am Campingplatz in Grünau unternehme ich erstmals einen ernsthaften Versuch einen Blog zu schreiben und Sarah googelt um Näheres zu dieser Schlange in Erfahrung zu bringen. Eine Bio-Lektion unter freiem Himmel. Auch Simon kommt hinzu, hält etwas zwischen Daumen und Zeigfinger und meint: „Mama, chücht nümä?“ Mama: „Siiiiiiimon las das gheiä, das isch äs Skorpion!!!“ Glücklicherweise zeigt sich gleich darauf, dass es tatsächlich nicht mehr „chücht“!

Seit zehn Tagen nun sind wir wieder unterwegs in Afrika. Genauer gesagt im Süden Afrika’s, in Südafrika und jetzt seit drei Tagen in Namibia. Acht Monate, seit wir unseren Landy in Port Elizabeth bei den Gouws eingestellt hatten. Acht Monate Hütte, Schule, zivilisiertes Leben dazwischen! Na ja, zumindest deutlich zivilisierter als gerade wieder.

Damals hätten wir es nicht gewagt, den Wunsch laut auszusprechen. Soviel Glück und Wohlergehen ist unanständig, ja unverschämt! Aktiv verhindert haben wir aber nichts und so kam der Tag, an dem es so sehr unter den Nägeln brannte, dass Köpfe darauf gemacht werden mussten. Eine vorsichtig formulierte e-Mail an die Erziehungsdirektion, ein unerwartet großzügiges O.K und schon war das Afrikafieber wieder entfacht. Hochgradig!

Unser Plan ist marginal durchdacht und maximal flexibel. Der Flug oneway, das Ziel unbekannt und der Weg nordwärts. Fixstern am Horizont ist die Heimkehr kurz vor Start der Frühjahrssaison 2018 im März. Was wir haben, ist unser Landy, der nach dem Anschliessen der Batterien wieder schnurrt wie eine zufriedene Mieze und alles, was wir darin zurückgelassen haben.

Nur einen kleinen Laptop haben wir zusätzlich im Gepäck um Bilder und Worte etwas komfortabler in diesen Blog zu verwandeln und vielleicht auch um unterbezahlte Sambische Polizisten noch etwas glücklicher zu machen.

Noch hält sich die Lust zu schreiben aber in Grenzen. So fühlen sich wohl Ferien an. Entspannung von Kopf bis Fuss und Aufsaugen dieser fremdartigen Welt. Später wird die Reise beginnen und sicherlich auch das Bedürfnis wachsen nicht nur aufzusaugen, sondern auch etwas abzulassen. So belasse ich diesen ersten Blog hauptsächlich mit Bildern und sonnigen Grüssen aus Grünau im Süden Namibia's.

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Kommentare: 2
  • #1

    Judith Benz (Samstag, 21 Oktober 2017 23:42)

    Hallo zämä,
    Interessiert haben wir den ersten Eintrag in euerem Reiseblog gelesen und hatten Freude euch vor einer Woche im Fernseh zu sehen.Tosca erwachte aus dem Tiefschlaf vor dem Fernseher,als sie das Wort Konkordia hörte und kommentierte die ganze Zeit und zeigte freudig auf euch, wenn wieder jemand im Fernseh auftauchte. Besonders erfreut war sie über das Wiedersehen von Cibo.
    Ganz liebe Grüsse und alles alles Gute für die Reise, Judith,Peter & Tosca

  • #2

    Esther Urben und Familie (Sonntag, 22 Oktober 2017 18:13)

    Liebe Sagers
    Nach einer letzten wunderbaren Herbstferienwoche erleben wir nun die ersten nasskalten Tage. Da wecken Eure tollen Bilder schon das Fernweh!
    Wir wünschen Euch allen eine gute Zeit und freuen auf den nächsten Blog-Eintrag
    Esther, Andreas und Mirjam
    P.S.: das Raclette war sehr lecker :-)