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Namibias Strassen

Grenzenlose Weiten

Nach 120 Kilometern Fahrt nähern wir uns erstmals wieder einer bewohnten Siedlung und freuen uns schon auf eine kleine Dorferkundung mit Einkaufsmöglichkeit. In Tat und Wahrheit entpuppt sich die für unser Verständnis auf der Karte eingezeichnete Ortschaft als eine Farm mit den dazugehörenden Arbeiterhäuschen. So ähnlich soll es uns noch einige Male ergehen, wir sind in Namibias Süden.

Grenzenlose Weite, kein Mensch, zwischendurch drei Strausse, ein paar Oryxantilopen oder ein verloren dastehendes Wildpferd. Zur Abwechslung kommt etwa zweimal pro Stunde ein weisser Nissan oder Toyota Hillux mit Dachzelt entgegen, Touristen im Mietwagen. Der Boden ist karg, einzelne Sträucher, ein paar verdorrte Gräser, Kies, Sand. Das Auge klammert sich an alles, was sich abhebt am Horizont. Mal ist es ein runder Felsbrocken, mal eine verlassene Hütte. Nach 100 Kilometern Fahrt siehts immer noch gleich aus, fast. Das Auge stellt etwas Neues fest: Die Flächen sind mit kleinen Hügeln durchsetzt, wohnen dort wohl Ameisen oder Termiten..? Jede noch so kleine Veränderung wird wahrgenommen.

Weit ist der Weg durch Namibia, grenzenlos nur, wenn das Auge auf das Ferne fokussiert wird. Sämtliche Pisten und Strassen ausserhalb der Nationalparks sind von Zäunen gesäumt. Paradox beengend angesichts der endlosen Weiten...

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Kommentare: 1
  • #1

    Johannes (Montag, 30 Oktober 2017 10:21)

    Liebe Sagers
    Habt vielen Dank für eure Reiseberichte inkl. der herausragenden Fotos! So kann ich auch etwas an eurem Abenteuer teilnehmen! Freue mich immer, wenn wieder ein Artikeli aufgeschaltet ist!
    Lieber Gruss
    Johannes